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Stimme - Einleitung
In diesem Kapitel geht es darum, laut zu werden. Wenn ein Mädchen oder eine Frau belästigt, bedroht oder angegriffen wird, ist Lautstärke eines ihrer besten und wichtigsten Verteidigungsmittel. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Stimme einzusetzen:
- Die Betroffene kann den Belästiger oder Angreifer laut und energisch ansprechen.
- Sie kann ihn anbrüllen.
- Sie kann um Hilfe rufen. Da auf Hilferufe manchmal nicht reagiert wird, ist es in manchen Situationen sinnvoll, etwas zu rufen, das eher Aufmerksamkeit bringt, z.B. "Feuer!". Das haben wir in der Übung "Hochhaus" umgesetzt.
- Sie kann auch laut kreischen. Tiefe Töne wirken zwar respektgebietender. Aber ein ohrenbetäubendes Kreischen ist für einen Angreifer auch sehr irritierend, und hohe Töne fallen den Mädchen manchmal leichter.
Das laute Schreien wirkt auf die Verteidigerin entkrampfend und löst blockierte Energien. Es bringt den Angreifer aus dem Konzept. Es erweckt Aufmerksamkeit. Selbst wenn niemand reagiert, muss der Angreifer doch damit rechnen, daß jemand zu Hilfe kommt.
Wenn ein Mädchen oder eine Frau Probleme hat, laut zu werden, oder meint, daß ihr in einer Stressituation die Stimme versagen würde, ist ein Schrillalarm sinnvoll. Beim Kauf ist es gut, verschiedene Modelle auszuprobieren und sich dann einen wirklich lauten Alarm zu kaufen. Das ist auch eine gute Selbstbehauptungsübung :).
Die Übungen "Auf sie!" und "Marktplatz" haben spielerischen Charakter. Das Stimmtraining kann damit schwungvoll und unverkrampft gestartet werden. "Ja - nein!" ist schon konfrontativer; die Übungen "Echo" und "Hochhaus" sind selbstverteidigungsbezogen. Weitere Trainingsmöglichkeiten für die Stimme sind: die Übung "Stop sagen und treten", der Kampfschrei beim Techniktraining, das Rollenspiel "Abenteuer auf Marma" und natürlich alle Arten von Auseinandersetzungen im Rahmen von Rollenspielen. Zu den Übungen